Pianistin Cora Irsen, Weimar
Cora Irsen
Pianistin Cora Irsen, Weimar
 
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Zeitungs­rezensionen

CD-Besprechung Marie Jaëll 3

Und ebenso wenig vermessen ist es, die hier vorliegende Einspielung durch Cora Irsen als einen faszinierenden Glücksfall zu bezeichnen. In ihrem so geheimnisvoll poetischen bis hoch expressiven Spiel spiegeln sich auf vollkommene Weise die Tiefe und überbordende Leidenschaft, auch das Verspielte von Marie Jaëlls Tonsprache. Cora Irsen scheint für diese Musik zu brennen; nicht anders ist ihre Sensibilität für betörende Tonmalereien, ihre spannende Differenzierungskunst von Stimmungen und Farben, überhaupt ihr erlesenes Fingerspitzengefühl zu deuten. Mehr von dieser Seelenverwandtschaft – hoffentlich – bald auf Folge 4!

Christof Jetzschke, Klassik Heute, 09.06.2016

 

Eine Seelenverwandtschaft am Klavier

Es gibt immer wieder diese und jene musikalische Ausgrabung, die mal mit mehr, mal mit weniger Recht stattfindet.
Bei Marie Jaëll ist das anders. Sie bekommt eine zweite Chance: 90 Jahre, nachdem sie starb, jenen Platz in der Musikgeschichte einzunehmen, der ihr gebührt, auf Augenhöhe von Liszt oder Saint-Saëns, aber auch von noch moderneren Komponisten, die erst danach zu Ruhm gelangen. Das Feuer der Cora Irsen macht’s möglich.

Artikel über Cora Irsen in der Thüringer Allgemeinen am 16. April 2016

Michael Helbing, Der Thüringen-Sonntag, 15.04.2016

 

Wiederentdeckt

Marie Jaëll Complete Piano Works 1 (Querstand) ist ein Album voller romantischer Geistesblitze.

Stephan Bartels, Brigitte, 6/2015

 

Ja, dieses glaubhafte Plädoyer für Marie Jaëll ist stimmig, überzeugend und toll umgesetzt. Bravo!

Piano News, 5/2015

 

Höreindruck

Dass diese Sonate – aber auch die anderen Werke der CD so unter die Haut gehen, ist vor allem auch Cora Irsen zu verdanken, der man die Begeisterung für Ihre Komponistin mit jedem Ton ab-lauscht. Ja, dieses glaubhafte Plädoyer für Marie Jaëll ist stimmig, überzeuegnd und toll umgesetzt. Bravo!

Burkhard Schäfer, Piano News, 5/2015

 

Weimarer Pianistin Cora Irsen sammelt per Crowdfunding für Gesamtwerk Marie Jaëlls

Cora Irsen glüht für ihr Jaëll-Projekt. … Das ist den Schweiß der Edlen wert. Auf CD gibt es zurzeit nahezu nichts von Marie Jaëell, nur die erste von vier Irsen-CDs ist soeben bei „querstand“ erschienen.

Thüringsche Landeszeitung, 08.04.2015

 

Von der Hölle ins Paradies

…Die Komponistin und Liszt-Freundin Marie Jaëll hat 18 Klavierstücke „nach der Lektüre von Dante“ geschrieben. Und man erlebt alles: Angefangen von einer aufgewühlt brodelnden Höllenfahrt bis zu sanft wogenden Himmelsklängen. …
 
Was der Zuschauer dabei erlebt, ist eine Tour de Force durch die Niederungen von Hölle, Fegefeuer und Paradies. Nicht nur klanglich, auch von der Rezitation her birgt diese musikalisch-literarische Annäherung an Dantes „Göttliche Komödie“ Suchtpotential. Sie reißt einen wie ein Strudel mit in die Niederungen von Dantes Epos. …
 
Dabei ist bei diesem Wort-Musik-Programm alles im Fluss. Man merkt zunächst gar nicht, was einem geschieht. Geradezu unspektakulär fängt es an, wie Thomas Thieme den Text mit seiner angekratzt-rauchigen Stimme präsentiert. …
 
Genau an diesen ersten kurzen Einstieg knüpft Irsens Klavierspiel an. Ruhig folgen anfangs die Töne aufeinander, doch es brodelt. Und dann brechen die kraftvollen Töne hervor und ergreifen zunehmend den Raum. Aufgewühlt und expressiv klingt dies, bis ihr Spiel abebbt und Thieme wieder am Zug ist. … Thieme lässt den Zuschauer die ungeheure Kraft dieser Dichtung spüren. … Irsen führt das fort, indem sie ihr unruhig-expressives Spiel weiter hochschraubt und dann, kurz bevor es nicht mehr auszuhalten ist, in leise, zarte und sanfte Klänge überführt. Ruhig perlen die Töne, die so ungeheuer klar und kraftvoll sind…

mes, Der Patriot (Lippstadt), 01.09.2014

 

Dramatisches Fegefeuer

…Cora Irsen vertiefte sich in die Marter der Seelen, ließ schwere Gewissensbisse aufsteigen und führte mit sphärischem Glanz ins Paradies, wo ein Zustand völliger Zufriedenheit und innerer Ruhe ihren Tönen entstieg.

Julia Stadter, Thüringische Landeszeitung, 12.09.2013

 

Wagner-Urenkelin und Cora Irsen begeisterten in der Kornmarktkirche

Einen Abend voller Hochkultur bereiteten Nike Wagner, die Enkelin des Komponisten Richard Wagner und Ur-Urenkelin von Franz Liszt, sowie die großartigen Pianistin Cora Irsen am Dienstag, 28. Mai, in der Kornmarktkirche. …

Iris Henning, Redaktion am Hainich, 02.06.2013

 

Freundschaft zweier Musiker

Die Freundschaft von Franz Liszt und Richard Wagner stand im Mittelpunkt der nachmittäglichen Sonnabendveranstaltung in der Altenburg. … Cora Irsen spielte mit ungeheurer, bachtenswert leidenschaftlichr Konzentration und dazu noch auswendig im ständigen Wechsel mit den Lesungen die „Tannhäuser“-Ouvertüre, Lohegrins Verweis an Elsa, Isoldes Liebestod, den Einzug in Walhall und „Am stillen Herd zur Winterszeit“. Zwei originale Klavierstücke, Liszts „Zypressen der Villa d’Este“ und eine absolute Novität, Wagners „Ankunft bei den schwarzen Schwänen“, nahmen sich dort wie Fremdkörper aus, obwohl sie sich ebenfalls in der gleichen Robustheit präsentierten wie die anderen ochestergrundierten Werke. Manch gedankliche Anregung dürften die beifallsfreudigen Besucher erfahren haben.

Hans-Jürgen Thiers, Thüringische Landeszeitung, 03.05.2013

 

Ein Liszt-Abend schlägt selten so ein

… bei der Pianistin Cora Irsen aus dem rheinischen Troisdorf ist das Kulturhaus voll. Ein Liszt-Abend schlägt selten so ein. Öfters gibt es begeisterte Bravosalven … Lyrisches Zwischen der selten gespielten elften Ungarischen Rhapsodie und der Rhapsodie espagnol, einem der allerschwersten Klavierstücke … An zentraler Stelle erklingt die imposant aufrauschende Legende „Franziskus über die Wogen schreitend“. Cora Irsens geniale Wiedergabe dieser Werke lässt sich gut anhand der Spanischen Rhapsodie schildern. Nach der virtuosen, aber glasklaren Kadenz steigert sie die in Moll beginnende Chaconne über das „La Folia“-Thema eindrucksvoll. … Irsens überzeugende Eloquenz mündet in eine grandiose motorische Steigerung, die mit dem nach D-Dur versetzten Chaconne-Thema endet. Die von Weimar aus weltweit wirkende, große Pianistin zeigt, welche Substanz Liszts von andern oft trivial gespielte Musik besitzt. … Eine große, zu Recht bejubelte Leistung.

Martin Betulius, STIMME.de, 21.02.2012

Cora Irsen auf den Spuren Franz Liszts

Nun wird doch noch ein Glanzpunkt auf das Liszt-Jahr in Jena gesetzt: Das Collegium Europaeum hat die Pianistin Cora Irsen zu Konzerten nach Jena eingeladen. … Aus den „Pilgerjahren“ hatte Cora Irsen „Vallée d’Obermann“ mitgebracht, und der Rezensent glaubte, mit der Interpretation dieser Komposition in ihrer unglaublichen Vielfalt und Differenziertheit wäre bereits der Höhepunkt des Abends erreicht. Dann aber entführten die „Wasserspiele“ und die „Zypressen“ der Villa d’Este in den Süden nach Italien und spätestens dann wurde man gewahr, was man für einen Klavierabend erlebte. … Waren die Interpretationen nicht schon Überraschungen genug, so stellte Cora Irsen dann noch die Pianistin und Komponistin Maria Jaell aus dem Schülerkreis Liszts vor. … Den Abschluss des Konzertes bildete die „Spanische Rhapsodie“ von Liszt. … Natürlich war das eine Gelegenheit, pianistisches Feuer zu entfachen. Aber man kam nicht nur dabei aus dem Staunen nicht heraus, was einem Franz Liszt bei den Veränderungen der Melodien alles so eingefallen ist, und was die Pianistin in so souveräner Art vorstellen konnte. Und davon, dass es ein teuflisch halsbrecherisches Werk ist, war nichts zu merken. Man muss schon sehr lange zurückdenken, dass ein solcher Klavierabend in Jena gegeben wurde.

Otto Löw, TabulaRasa (Zeitung für Gesellschaft und Kultur), 03.12.2011

 

Akademisches Gesprächskonzert in Jena bot Liszt und Jaell

Mit einem „großen chromatischen Galopp“ begann der Abend des siebten akademischen Gesprächskonzerts des Collegium Europaeum Jenense in der Rathausdiele. Es war ein wahrhaft „liszt“-iger Abend, gilt der Komponist doch als Erfinder des reinen Klavierabends. … Hanns von Mühlenfels und Cora Irsen selbst führten durch den Abend und wussten die ein oder andere Anekdote über Franz Liszt zu berichten. … Diesen inneren Frieden wusste die Pianistin wunderbar zu transportieren. Cora Irsen setzte immer wieder dynamische Akzente, die Gänsehautmomente beim Publikum hervorriefen. Den zweiten Höhepunkt des Abends setzte die Pianistin mit der „Bagatelle ohne Tonart“, einem Stück, bei dem die Tonarten hochgradig verschwommen sind. Gut herausgearbeitete Vorhalte, die Chromatik und die vielen Triller in hohen Lagen machten es zu einem wahren Genuss. … Nun galt es, Marie Jaell zu entdecken. Cora Irsen führte das Publikum musikalisch durch Hölle, Fegefeuer und Paradies – die Stücke haben einen programmatischen Hintergrund der „Göttlichen Komödie“ von Dante. Die Pianistin vermochte es, intime Momente zu schaffen, und die Emotionen der Musik aufs Publikum zu übertragen. Besonders in den leisen Tönen war das Publikum ihrer Ausdruckskraft verfallen. … Nach den eher sanften Klängen des Paradieses setzte die Pianistin den virtuosen Schlusspunkt mit Liszts „Spanischer Rhapsodie“ eines interessanten und musikalisch wunderbar gelungenen Abends.

Anne Zeuner, Thüringische Landeszeitung, 02.12.11

 

CEJ kreiert neue Konzertreihe

Neue Serie der Akademischen Gesprächskonzerte des Collegium Europaeum Jenense (CEJ) widmet sich dem Thema Liszt und die Moderne. … Die großartige, deutschlandweit gefragte, in Weimar lebende Pianistin Cora Irsen ist eine kongeniale Interpretin des Lisztschen Klavierwerkes, mit dem sie sich seit vielen Jahren beschäftigt. Und sie ist eine ebenso profunde Kennerin des Lebens und der Gedankenwelt des Musikers. … Er müsse unbedingt ein Konzert dieser zauberhaften und klugen jungen Frau besuchen. Zum Glück ist Hanns von Mühlenfels im Mai diesem Tipp gefolgt. Denn auf dieser Begegnung fußt nun die neue CEJ-Reihe. Gewissermaßen entgegen dem weit verbreiteten Trend zur Oberflächlichkeit werden Irsen und von Mühlenfels das Gedankengebäude „Liszt und die Moderne“ in diesem Jenaer Konzertzyklus umfassend ausloten. Das erste Konzert verstehen sie als Exposition. Die Themen werden präsentiert. Der Blick auf Liszt wird erweitert, soll den engen Fokus auf den genialischen Pianisten und Salonkomponisten verlassen und sich für Neuentdeckungen öffnen.

Angelika Bohn, Ostthüringer Zeitung, 26.11.11

 

Leidenschaft für lisztige Liebesträume

Liszt und die Frauen: Wir besuchten die Pianistin Cora Irsen in Weimar, die aus ihrem besonderen Verhältnis zu dem virtuosen Tonschöpfer keinen Hehl macht. … Auf samtenen As-Dur-Schwingen enthoben fühlen wir uns in die elysischen Sphären verzehrenden Glücks, wie einem Irdischen es allein als romantische Phantasmagorie, doch nimmer im nüchternen Leben beschieden sein mag. „O lieb, so lang du lieben kannst! … Und sorge, daß dein Herze glüht. Und Liebe hegt und Liebe trägt.“ Unwiderstehlich zieht uns das Thema hinan in die verklärend gesteigerten Reminiszenzen verschmelzender Zweisamkeit und löst eingedenk der Unwiederbringlichkeit solch kostbarer Augenblicke ein Nachbeben der Wonne aus. … Im besten Mannesalter komponierte Franz Liszt, schon zum Hofkapellmeister in Weimar bestallt, 1850 seine drei berühmten „Liebesträume“. Inspiration dazu gaben ihm zwei Gedichte von Uhland sowie eines von Freiligrath ein, bestimmt aber auch eigenes leid- wie lustvolles Erleben. Ob er da an die resolute Fürstin Carolyne, seine unstandesgemäße Gefährtin, gedacht hat, die, obschon in fremder Ehe gebunden, nach Jahren unsteter Wanderschaft das neue Domizil in der Altenburg mit ihm teilte? Oder an die labile Marie Gräfin d’Agoult, die Mutter seiner Kinder? … Nein, glaubt Cora Irsen, eine Hohepriesterin und pianistische Interpretin Lisztscher Gefühlskonvulsionen. Derart konkret dürfe man da nicht nach Zuordnung suchen. Kaum bemerkt der Besucher im Ungefähr des abgedunkelten Musikzimmers, wie eine milde, sibyllinische Heiterkeit über ihr Gesicht huscht. „Ihm war ja ein weites Herz zu eigen.“ Und Frauen, Frauen hat Liszt viele gekannt. …

Wolfgang Hirsch, Thüringische Landeszeitung, 22.10.11

 

Cora Irsen brilliert im Bonner Schumannhaus

An die heute nahezu vergessene Französin (Marie Jaell Trautmann) erinnerte die Pianistin Cora Irsen bei ihrem Klavierabend im Bonner Schumannhaus; sie hatte eine Franz Liszt gewidmete Klaviersonate von Jaell Trautmann aufs Programm gesetzt und gab zudem eine kleine Einführung in Leben und Werk der Komponistin. … Es steckt zweifellos viel Liszt in dieser 1871 geschriebenen Sonate, der es an Ideen nicht mangelt und die sich eher wie eine ausgedehnte Fantasie gibt. Vor allem ist sie ein pianistischer Kraftakt, eine virtuose Herausforderung – Cora Irsen hatte nicht die geringsten Probleme mit der vertrackten Partitur, die im Finale mit seinen hymnischen Aufgipfelungen ordentlichen Tastendonner er-fordert. … In Bonn hörte man … die „Wasserspiele in der Villa d’Este“ und die „Nuages gris“ […] Es waren Musterbeispiele für Irsens Anschlagskunst, für ihre Fähigkeit, Klänge vielfältig zu schattieren.

Ulrich Bumann, General-Anzeiger Bonn 03.03.2011

 

Harmonischer Reichtum

Am Sonntag ging die Matinee-Reihe „Cora Irsen spielt Franz Liszt“ im Goethe-Nationalmuseum, gefördert vom dortigen Freundeskreis, mit einem krönenden Recital zu Ende. Doch soll die erfolgreiche Konzertreihe, in der die Liszt-Preisträgerin das Publikum mit Werken des Klaviervirtuosen, biographischen Erläuterungen und Zeitdokumenten auf das Liszt-Jubiläum 2011 einstimmte, im Festjahr in wöchentlichen Konzerten fortgesetzt werden. … Cora Irsen schwärmt für Liszt, nicht nur musikalisch, auch menschlich schätzt sie den Weltbürger und Neuerer. So gelang ihr auch ein besonderer Zugang zu seinem Klavierwerk, das unter ihren Händen lebendig wurde. … So präsentierte die Künstlerin ein rundes Portrait des Klaviervirtuosen, bahnbrechenden Komponisten, Frauenschwarms, Abbés und Menschen Franz Liszt, und führte das Publikum sachte an seine späte Klangwelt.

Julia Stadter, Thüringische Landeszeitung, 31.10.2010